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Aktualisiert: 2025

Die Europäische Union verschärft weiterhin die Sicherheitsvorschriften für Tätowierfarben und Pigmente für Permanent Make-up.
Seit 2025 gelten neue Beschränkungen im Rahmender EU-Verordnung REACH(Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe), die sich direkt auf Tätowierstudios, PMU-Künstler und Pigmenthersteller in ganz Europa und in Ländern, die sich an EU-Standards orientieren, auswirken.
🔵Was ist REACH und warum reguliert es Tätowierfarben?
REACHist das wichtigste Chemikalienschutzgesetz der EU zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt.
Da beim TätowierenPigmente in die Haut injiziert werden, behandeln die EU-Regulierungsbehörden Tätowierfarben als chemische Gemische, die strenge Sicherheitsstandards erfüllen müssen.
Wichtigste Ziele der REACH-Tintenverordnung:
- Exposition gegenüber krebserregenden, erbgutverändernden und toxischen Substanzen reduzieren
- Stellen Sie sicher, dass die Tinten nur sichere, zugelassene Inhaltsstoffe enthalten.
- Verbesserung der Transparenz für Kunden und Studios
- Standardisierung der Pigmentsicherheit in der gesamten EU
Dieser Artikel fasst diewichtigsten Änderungen von REACH im Jahr 2025 zusammen, was diese für Fachleute bedeuten und wie Kunden davon betroffen sind.
Die Sicherheit von Tätowierfarben wird nun genauso überwacht wie die von Kosmetika, chemischen Farbstoffen und medizinischen Produkten.
🔵Überblick über die REACH-Tinten-Updates für 2025
Die Änderungen der REACH-Verordnung für 2025 konzentrieren sich auf:
- Pigmentbeschränkungen
- Neu verbotene Substanzen
- Niedrigere Konzentrationsgrenzwerte
- Verbesserte Kennzeichnungsanforderungen
- Umfassendere Herstellerdokumentation
- Verantwortlichkeiten des Importeurs
- Übergangsfristen, die 2025 enden
Nachstehend finden Sie eine detaillierte Aufschlüsselung.
🔵1. Weitere Pigmente, die ab 2025 beschränkt sind
Nach den früheren Verboten beliebter Pigmente wiePigment Blue 15:3undPigment Green 7 verschärft REACH die Vorschriften weiter.
Zu den neu eingeschränkten Pigmenttypen gehören:
- Bestimmte Azofarbstoffe(die mit krebserregenden Aminen in Verbindung stehen)
- Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
- Spezifischelösungsmittelbasierte Trägerstoffe, die die neuen Sicherheitsgrenzwerte überschreiten
- Pigmente, die Schwermetalleüber den reduzierten Grenzwerten enthalten
Die neuen Grenzwerte gelten gleichermaßen für Tätowierfarben und PMU-Pigmente.
🔵2. Neue Konzentrationsgrenzwerte für gefährliche Stoffe
REACH 2025 führt strengere Höchstkonzentrationen ein für:
- Nickel, Chrom, Kobalt(wichtige allergene Metalle)
- Methanol
- Formaldehyd
- Aromatische Amine
- Ethanol-Verunreinigungen
- Konservierungsmittel wie Benzisothiazolinon (BIT)
Viele Pigmente, die zuvor als „akzeptabel“ galten, überschreiten nun die neuen Sicherheitsgrenzwerte und müssen aus dem Verkehr gezogen werden.
🔵3. Obligatorische Rückverfolgbarkeit aller Tintenchargen
Jede Tintenflasche muss nun Folgendes enthalten:
- Chargennummer
- Vollständige Liste der Inhaltsstoffe
- Adresse des Herstellers
- Importeur-Kontakt (außerhalb der EU)
- Deutliche Kennzeichnung „Zum Tätowieren“
- Verfallsdatum
- Sicherheitshinweise
Studios sind verpflichtet,die Chargennummern für jede Tätowierungssitzung aufzuzeichnen und zu speichern.
Dies unterstützt zukünftige medizinische Berichte und den Schutz der Kunden.

🔵4. Hersteller müssen Sicherheitsdokumente bereitstellen
Tintenlieferanten müssen liefern:
- REACH-konformes Sicherheitsdatenblatt (SDS)
- TDS (Technisches Datenblatt)
- Nachweis derungiftigen chemischen Zusammensetzung
- Dermatologische Sicherheitsdaten
- Nachweis der Sterilisation oder kontaminationsfreien Herstellung
Studios solltendiese Dokumentevon ihren Lieferantenanfordern– dies ist nun eine Compliance-Verpflichtung.
🔵5. Importeure sehen sich strengeren Kontrollen gegenüber
Studios, die Tinten von folgenden Anbietern kaufen:
- USA
- Vereinigtes Königreich
- Schweiz
- Asien
…müssen vor der Verwendung überprüfen, ob diese PigmenteREACH-konformsind.
Nicht konforme Tinten dürfen innerhalb der EU weder importiert, verkauft noch verwendet werden.
🔵6. Die Übergangsphase endet im Dezember 2025.
Die EU hat den Herstellern und Lieferanten zuvor eine Übergangsfrist eingeräumt, um die Verwendung eingeschränkter Pigmente auslaufen zu lassen.
Diese Schonfristendet im Dezember 2025, was bedeutet:
- Nicht konforme Tinten müssen entfernt werden.
- Der Lagerbestand muss ersetzt werden.
- Studios können für die Verwendung verbotener Pigmente mit Strafen belegt werden.
Jetzt ist es an der Zeit, dass Fachleute den Lagerbestand sorgfältig überprüfen.
🔵Wie sich EU REACH 2025 auf Tattoo-Studios auswirkt
Tätowierer und PMU-Fachleute müssen:
- Tintenvorrat überprüfen
- Nicht konforme Pigmente ersetzen
- Bezugsquelle von zertifizierten Lieferanten
- Führen Sie für jeden Kunden Chargenprotokolle.
- Stellen Sie sicher, dass SDS- und TDS-Dokumente verfügbar sind.
- Aktualisierung der Kundenkommunikation zum Thema Tintensicherheit
Studios, bei denen verbotene Substanzen gefunden werden, können folgende Strafen erhalten:
- Geldstrafen
- Zwangsveräußerung
- Rechtliche Schritte
- Betriebsunterbrechung (abhängig von den gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes)
Die Einhaltung der Vorschriften ist unerlässlich.
🔵Wie sich EU REACH 2025 auf Kunden auswirkt
Kunden profitieren von:
- Sicherere Pigmentchemie
- Weniger allergische Reaktionen
- Mehr Transparenz
- Reduzierte Exposition gegenüber krebserregenden oder gesundheitsschädlichen Stoffen
Ein REACH-konformes Studio ist ein Zeichen fürProfessionalität, Hygiene und Verantwortung.
🔵NKINK-Perspektive & internationale Einblicke
Als professionelle Informationsplattform im Stil einer Behörde unterstütztNKINK – Network for Knowledge in International Norms & Komplianceden globalen Wandel hin zu:
- klarere Regulierung
- sicherere Pigmente
- transparente Fertigung
- standardisierte Hygiene
Die Aktualisierung der EU-REACH-Verordnung für 2025 setzt eine langfristige Entwicklung zum Schutz der Kunden und zur Förderung der Branche fort.
NKINK wird weiterhin die weltweiten Entwicklungen im Bereich der Tintensicherheit in Europa, den USA, Großbritannien, der Schweiz und Asien beobachten.
